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Francisco Simplicio - 1929 No. 266

Francisco Simplicio - 1929 No. 266

About the luthier

Francisco Simplicio (1874–1932) begann seine Laufbahn als Kunsttischler in der Werkstatt von Masriera & Vidal in Barcelona, wo er bereits in jungen Jahren ausgebildet wurde und nahezu zwei Jahrzehnte tĂ€tig war. Im Jahr 1917 musste er infolge politischer Unruhen seine eigene Werkstatt schließen und trat anschließend in die Werkstatt seines engen Freundes Enrique Garcia ein.

Nach dem Tod Garcias im Jahr 1922 ĂŒbernahm Simplicio die Werkstatt und baute fĂŒr einige Jahre weiterhin Gitarren unter dessen Namen, bevor er Instrumente unter eigenem Etikett fertigte. Zwischen 1922 und 1932 entstand eine begrenzte Anzahl von Gitarren, die sich durch außergewöhnliche handwerkliche QualitĂ€t und eine eigenstĂ€ndige kĂŒnstlerische Handschrift auszeichnen. Seine Arbeiten sind bekannt fĂŒr aufwendige Marketerien, plastisch gestaltete Kopfplatten und eine Formensprache, die dem katalanischen Modernisme zugeordnet wird. Heute zĂ€hlen seine Instrumente zu den bedeutendsten Beispielen des spanischen Gitarrenbaus des frĂŒhen 20. Jahrhunderts.

About the guitar

Diese Gitarre aus dem Jahr 1929 zeigt die fĂŒr Simplicio typische klangliche Ausrichtung mit einer warmen und lyrischen Grundfarbe. Der Ton ist von einem klaren Fundament getragen und entwickelt ein feines, kontrolliertes Sustain. Die Ansprache erfolgt unmittelbar und erlaubt eine differenzierte dynamische Gestaltung mit hoher PrĂ€zision.

Die Balance ĂŒber alle Register hinweg ist sorgfĂ€ltig abgestimmt. Die Diskantsaiten treten klar und tragfĂ€hig hervor und besitzen eine elegante, gesangliche QualitĂ€t, wĂ€hrend die BĂ€sse rund und voll erscheinen, ohne das Gesamtbild zu dominieren. Die Stimmen bleiben deutlich voneinander getrennt, wodurch auch mehrstimmige Strukturen transparent nachvollziehbar bleiben.

Der Gesamteindruck ist von IntimitĂ€t bei gleichzeitig vollstĂ€ndiger Klangentfaltung geprĂ€gt. Die Gitarre entwickelt ihre TragfĂ€higkeit nicht durch LautstĂ€rke, sondern durch Klarheit und PrĂ€senz im Ton, wodurch sie sich besonders fĂŒr kleinere RĂ€ume und ein differenziertes Solorepertoire eignet. Die leichte Bauweise unterstĂŒtzt sowohl die schnelle Ansprache als auch die feine klangliche Abstufung.

Condition

Die Gitarre wurde fachgerecht restauriert und befindet sich fĂŒr ihr Alter in einem sehr guten Zustand. Die Decke weist fĂŒnf reparierte Risse auf. Zwei grĂ¶ĂŸere Risse wurden jeweils mit zwei SpĂ€nen verstĂ€rkt. SĂ€mtliche Risse wurden mit Hautleim gefĂŒllt und plan ausgearbeitet.

Der Boden zeigt sieben reparierte Risse, die zuvor mittels Leiminjektion und Verpressung behandelt wurden. ZusÀtzlich wurden an zwei Stellen offene Bindings geschlossen, angepasst und versiegelt sowie lokal mit Schellack nachpoliert.

Die Zargen weisen zwei grĂ¶ĂŸere Risse auf, die mit insgesamt acht SpĂ€nen stabilisiert wurden, fĂŒnf am Haupt­riss und drei am sekundĂ€ren Riss, um die strukturelle StabilitĂ€t zu gewĂ€hrleisten.

Der Steg sowie die Halsverbindung wurden verstÀrkt, wÀhrend die originale Kopfplatte erhalten blieb. Die LackoberflÀche wurde behutsam retuschiert und an die originale Schellackpolitur angeglichen.

$407,046,499.59

Original: $1,162,989,998.84

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Francisco Simplicio - 1929 No. 266—

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About the luthier

Francisco Simplicio (1874–1932) begann seine Laufbahn als Kunsttischler in der Werkstatt von Masriera & Vidal in Barcelona, wo er bereits in jungen Jahren ausgebildet wurde und nahezu zwei Jahrzehnte tĂ€tig war. Im Jahr 1917 musste er infolge politischer Unruhen seine eigene Werkstatt schließen und trat anschließend in die Werkstatt seines engen Freundes Enrique Garcia ein.

Nach dem Tod Garcias im Jahr 1922 ĂŒbernahm Simplicio die Werkstatt und baute fĂŒr einige Jahre weiterhin Gitarren unter dessen Namen, bevor er Instrumente unter eigenem Etikett fertigte. Zwischen 1922 und 1932 entstand eine begrenzte Anzahl von Gitarren, die sich durch außergewöhnliche handwerkliche QualitĂ€t und eine eigenstĂ€ndige kĂŒnstlerische Handschrift auszeichnen. Seine Arbeiten sind bekannt fĂŒr aufwendige Marketerien, plastisch gestaltete Kopfplatten und eine Formensprache, die dem katalanischen Modernisme zugeordnet wird. Heute zĂ€hlen seine Instrumente zu den bedeutendsten Beispielen des spanischen Gitarrenbaus des frĂŒhen 20. Jahrhunderts.

About the guitar

Diese Gitarre aus dem Jahr 1929 zeigt die fĂŒr Simplicio typische klangliche Ausrichtung mit einer warmen und lyrischen Grundfarbe. Der Ton ist von einem klaren Fundament getragen und entwickelt ein feines, kontrolliertes Sustain. Die Ansprache erfolgt unmittelbar und erlaubt eine differenzierte dynamische Gestaltung mit hoher PrĂ€zision.

Die Balance ĂŒber alle Register hinweg ist sorgfĂ€ltig abgestimmt. Die Diskantsaiten treten klar und tragfĂ€hig hervor und besitzen eine elegante, gesangliche QualitĂ€t, wĂ€hrend die BĂ€sse rund und voll erscheinen, ohne das Gesamtbild zu dominieren. Die Stimmen bleiben deutlich voneinander getrennt, wodurch auch mehrstimmige Strukturen transparent nachvollziehbar bleiben.

Der Gesamteindruck ist von IntimitĂ€t bei gleichzeitig vollstĂ€ndiger Klangentfaltung geprĂ€gt. Die Gitarre entwickelt ihre TragfĂ€higkeit nicht durch LautstĂ€rke, sondern durch Klarheit und PrĂ€senz im Ton, wodurch sie sich besonders fĂŒr kleinere RĂ€ume und ein differenziertes Solorepertoire eignet. Die leichte Bauweise unterstĂŒtzt sowohl die schnelle Ansprache als auch die feine klangliche Abstufung.

Condition

Die Gitarre wurde fachgerecht restauriert und befindet sich fĂŒr ihr Alter in einem sehr guten Zustand. Die Decke weist fĂŒnf reparierte Risse auf. Zwei grĂ¶ĂŸere Risse wurden jeweils mit zwei SpĂ€nen verstĂ€rkt. SĂ€mtliche Risse wurden mit Hautleim gefĂŒllt und plan ausgearbeitet.

Der Boden zeigt sieben reparierte Risse, die zuvor mittels Leiminjektion und Verpressung behandelt wurden. ZusÀtzlich wurden an zwei Stellen offene Bindings geschlossen, angepasst und versiegelt sowie lokal mit Schellack nachpoliert.

Die Zargen weisen zwei grĂ¶ĂŸere Risse auf, die mit insgesamt acht SpĂ€nen stabilisiert wurden, fĂŒnf am Haupt­riss und drei am sekundĂ€ren Riss, um die strukturelle StabilitĂ€t zu gewĂ€hrleisten.

Der Steg sowie die Halsverbindung wurden verstÀrkt, wÀhrend die originale Kopfplatte erhalten blieb. Die LackoberflÀche wurde behutsam retuschiert und an die originale Schellackpolitur angeglichen.